Hautkontakt in den ersten Tagen


Alles, was wir erleben, mitbekommen und fühlen, vollzieht sich in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese schon intrauterinen Erfahrungen werden im Gehirn gespeichert und beeinflussen die emotionale Kompetenz schon des Neugeborenen. Berührung ist der entscheidende Faktor im Bindungsgeschehen, zum diesem Schluss kommen weltweit verschiedene Studien.

 

In zweifacher Hinsicht ist der Haut-Kontakt Mutter-Kind auch zuhause ruhestiftend:

1. Über die Oxytocin-Wirkungen

    (siehe auch Projekt, Physiologischer Hintergrund)

 

  • Auslösen von Gelassenheit
  • Stärkung intensiver Glücksgefühle
  • Förderung von nähesuchendem Verhalten
  • Optimierung der Verdauung und des Hungergefühls.
  • Verminderte Schmerzempfindlichkeit von Mutter und Kind
  • Reduktion von Angstgefühlen
  • Unterstützung des Milchspendereflexes

 

 


2.  Durch Verbesserung des Mütterlichkeits-Score.
Durch die ungestörte Berührtheit erholen sich beide schneller von der körperlichen Anstrengung der Geburt. Die Körpertemperatur des Kindes ist konstanter, es weint weniger, fühlt sich sicher und geborgen, und kommt selbständiger an die Brust. Zu guter Letzt übernimmt es rascher den Tag-Nacht-Rhythmus der Mutter.


FAZIT: Im Bereich der Geburtshilfe geht es um primäre Prävention von Bindungs- und konsekutiv Regulationsstörungen durch

  • Förderung der elterlichen Feinfühligkeit
  • Schulung über die Bedeutung der sicheren Bindung
  • Verhinderung von unvorbereiteten Trennungen
  • Vermeidung von Traumatisierung
  • Behandlung von Trauma-Erfahrung

 

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